Kleine Ziele erhöhen die Motivation

Mir ist vollkommen klar, dass sich ein autarker Wohnwagon nicht mit einem alten Motorrad vergleichen lässt. Insofern hat das eine mit dem anderen rein technisch gesehen auch nichts zu tun.
Inzwischen sind seit meiner Entdeckung des Wohnwagons aus Wien knapp drei Monate vergangen, und ich habe schon viele Erfahrungen sammeln dürfen. Zum Beispiel ist es leider so, dass Deutschlands Gesetze es relativ gut verhindern, einen legalen Stellplatz in der Natur zu bekommen.
Ich habe viele liebe Menschen kennen gelernt, die sich alle richtig freuen würden, meinen schönen, autarken, sinnvollen und glücklich machenden, majestätischen Wohnwagon auf ihrem Grund stehen zu haben. Doch sie haben alle keinerlei Vertrauen in die deutschen Gesetzte, keiner von ihnen kann sich vorstellen, jemals eine Genehmigung dafür zu erhalten.

Illegal erlaubt

Der Besitzer eines besonders idyllischen Stücks Land im Großraum Bayern ist selbst Rechtsanwalt für Baurecht und bot mir ganz ehrlich an, mich illegal bei ihm hinzustellen. Denn seiner Meinung nach hätte ich da eine reelle Chance, mehrere Monate oder gar Jahre unbehelligt stehen zu können. Von der Nachfrage beim Bauamt und dem Antrag auf eine Genehigung rät er ab. Er sagt, das würde das Landratsamt erst auf den Trichter bringen, und Genehmigung gäbe es ohnehin keine. Weil ich jedoch eine legale Postadresse haben will, die dann auch auf Flyern steht und die meine Kursbesucher ins Navi eingeben können, kommt ein illegaler Platz nicht in Frage. Das ist echt schade!

Das liebe Geld

Die rote Lady mit Barbara FortunaraWeil es mir bisher aus eigener Kraft nicht gelang, die Finanzierung für mein edles Stück in trockene Tücher zu bringen – ja, es warten noch immer viele meiner Fortunarien-Pakete auf Käufer – rückt also das große Ziel vom Wohnwagon erst einmal ein kleines Stück weiter in die Zukunft.
Damit mich nicht der große Frust anfällt, habe ich mir dafür spontan ein kleines Ziel gesteckt und einen alten Traum erfüllt.

Ich habe mir in Groß Pankow – das ist so weit weg, wie es sich anhört – ein gebrauchtes Motorrad geholt. Eine schöne, schlanke, niedrige alte Dame in Kirschrot. Sie hat sich bereitwillig 758 km von mir lenken lassen und mich auf diese Weise – auf zwei Tage verteilt – gut heimgebracht. Sie ist zum Glück kein Rennpferd, sondern mit ihren 250 ccm im übertragenen Sinn eine Art Arabohaflinger oder so…
Jedenfalls macht sie eine gute Figur. Vielleicht hilft sie mir, den richtigen Platz für den Wohnwagon zu entdecken.
Außerdem macht sich so ein roter Chopper neben dem Wagon sicher gut!

Deshalb gilt heute am 5. September 2017: Es leben die kleinen, erfüllten Ziele, denn sie machen ganz real glücklich. Wer mehr darüber wissen und erfahren will, kann zu einem meiner nächsten Fortunissima-Tage kommen. Ich freu mich auf Euch!